Taekwondo

Die Geschichte des Taekwondo
Die Wurzeln des Taekwondo reichen über 2000 Jahre zurück. In ihrer modernen Form besteht die koreanische Kampfkunst seit 1955. In diesem Jahr wurden die verschiedenen Taekwondo-Stile unter der Leitung von Choi Hong Hi zusammengefasst und neustrukturiert. Ende der 60er Jahre kam Taekwondo nach Deutschland. Heute ist Taekwondo weltweit in der World Taekwondo Federation (WTF) organisiert. Die Deutsche Taekwondo Union (DTU) untersteht der Europäischen Taekwondo Union (ETU), die Mitglied der WTF ist. Die Hessische Taekwondo Union (HTU) ist der hessische Landesverband der DTU und der Fachverband für Taekwondo im Landessportbund Hessen. Die Budo-Schule Wiesbaden e.V. ist Mitglied der Hessischen Taekwondo Union (HTU) und des Landessportbundes Hessen.

Die Grundlagen des Taekwondo
Die Grundlage der Kampfkunst Taekwondo kann man aus ihrem Namen entnehmen. Tae heißt „springen, treten, hüpfen“ und weist auf die spektakulären Beintechniken des Taekwondo hin. Kwon bedeutet wörtlich übersetzt „Faust“ und steht für die effektiven Taekwondo-Armtechniken. Der „Weg“ Do unterstreicht den geistigen Gehalt des Taekwondo. Weg ist hier im philosophischen Sinne zu verstehen. Dies kann nach der buddhistischen Auffassung der Weg zur Erleuchtung bedeuten oder im europäischen Denken, die Entwicklung der charakterlichen Reife. Taekwondo versteht sich somit nicht allein als Kampfsport, sondern auch als Möglichkeit, die charakterlichen Eigenschaften vor allem bei Kindern und Jugendlichen positiv zu beeinflussen. Gerade in einer Zeit des Werteverfalls und der zunehmenden Gewalt ist dieser Aspekt des Taekwondo von großer Bedeutung.

Die Disziplinen des Taekwondo
Taekwondo besteht aus vier Disziplinen. Die Grundlage bildet die Schattenkampfform (Poomsae), durch die der Taekwondo-Sportler lernt, die Basistechniken des Taekwondo exakt auszuführen. Der Schattenkampfformenlauf wird auch als Wettkampfdisziplin praktiziert und kann unabhängig vom Alter oder der körperlichen Konstitution betrieben werden. Die zweite Disziplin des Taekwondo ist der moderne Zweikampf (Kyorugi). Diese Wettkampfvariante des Taekwondo wurde bereits bei den Olympischen Spielen in Seoul und Barcelona vorgestellt und ist seit den Olympischen Spielen 2000 in Sydney als vollwertige Disziplin vertreten. Die spezifische Taekwondo-Selbstverteidigung (Hosinsul) gibt dem TKD-Sportler die Möglichkeit, sich wirkungsvoll gegen unbewaffnete und bewaffnete Angriffe zu verteidigen. Diese Form der Selbstverteidigung ist auch für Frauen geeignet. Die vierte Disziplin des Taekwondo ist der Bruchtest (Kyok-Pa). Hier soll die Perfektion der Technik und die geistige Einstellung überprüft werden.